Kommunalpolitik statt Parteienpolitik, für die Bürger der Gemeinde Das ist mein Leitspruch.
Wie ich ihn verstehe, möchte ich Ihnen nachfolgend darlegen: Zuvor gestatten Sie mir mich vorzustellen.

Erhard BischertMein Name ist Erhard Bischert

Ich bin 1954 in Mellensee geboren und im heutigen Ortsteil Mellensee auch aufgewachsen. Ich habe zwei erwachsene Kinder und bin geschieden. Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule Mellensee, schloss ich meine berufliche Ausbildung in Ludwigsfelde mit dem Abitur ab.

1979  erwarb ich mein Diplom als Ingenieurökonom an der Bergakademie Freiberg. Danach arbeitete ich in verschiedenen Betrieben der Region sowohl in kaufmännischen Abteilungen als auch in einer technischen Abteilung.

Von 1979 bis 1981 war ich beim damaligen VEB Untergrundspeicher in Mittenwalde in der Abteilung „Einkauf“ beschäftigt. 1982 wechselte ich zum VEB Vereinigte Holzindustrie nach Mellensee und leitete hier die Abteilung „Grundfonds“ mit der Aufgabe Investitionen vorzubereiten und durchzuführen.
1988 bis 1990 war ich als Angestellter in der KAP (Kooperative Pflanzenproduktion) Nächst Neuendorf in der Abteilung Ökonomie tätig. In der Übergangszeit der Wende arbeitete ich für eine neu gegründete Spedition.
1991 bekam ich eine Einstellung bei der Landesfinanzverwaltung Brandenburg, wo ich bis zum heutigen Tag als Betriebsprüfer beschäftigt bin.
Für diese Tätigkeit habe ich eine Anpassungsqualifizierung absolviert, die mich u.a. nach Fürstenwalde und Bonn führte. Seit 1995 ist mein Arbeitsort Luckenwalde.

Mein kommunalpolitischer Werdegang begann mit der Wende. Er war und ist dadurch geprägt, dass ich mich zu aller erst meinen Wählern verpflichtet fühle und keiner Partei. Auch vor der Wende war ich nie Mitglied einer Partei. 

Seit 1990 bin ich demokratisch gewähltes Mitglied im Gemeinderat der Gemeinde Mellensee.
Vor der Wahl des Gemeindeparlaments der neuen Großgemeinde „Am Mellensee“ schloss ich mich 2003 der „Unabhängigen Wählergemeinschaft“ (UWG) an. Und das tat ich nicht deshalb um klüngelartig mit Unternehmern und Geschäftemachern eigene Interessen durchzusetzen, wie von manchen behauptet, sondern um mit einer regional tätigen Wählergemeinschaft ein größeres politisches Gewicht zu bekommen und letztlich mit Fraktionsstatus selbständig Beschlüsse einbringen zu können, die dann bessere Chancen haben durchgesetzt zu werden. Ich bin der Meinung, dass es ein Bürgermeister ohne Fraktionsanschluss weit schwieriger haben wird seine Ziele zu verwirklichen. Die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Mitstreitern gibt die Möglichkeit  Ziele und Umsetzung im Vorfeld zu diskutieren.

Im neuen Gemeinderat leite ich z.Zt. den Finanzausschuss und vertrete die Gemeinde in der Verbandsversammlung des KMS. Von 1983 bis 2003 war ich Vorstandsmitglied des SV Grün Weiß Mellensee 1955 e.V. dem ich bis heute als aktiver Sportler im Wettkampfbetrieb der Abteilung Kegeln angehöre. Daneben bin ich Mitglied im „Wassermühlenverein Mellensee e.V.“ und als Schriftführer im Vorstand der Forstbetriebsgenossenschaft und der Jagdgenossenschaft Mellensee.

Zu meiner Bürgermeisterkadidatur ist zu sagen:

Wer längere Zeit gesellschaftspolitisches Leben hautnah verfolgen und anteilig mitbestimmen durfte, weiß wohl am ehesten auf was er sich als Bürgermeisterkandidat einlässt. Mit meinen Worten: „ Zutrauen würde ich es mir, ich muss es mir aber nicht zumuten !“ habe ich des öfteren auf die Anfrage einer mögliche Kandidatur reagiert.

Warum nunmehr doch meine Kandidatur ?

Das Amt des BM bedarf neben guten Vorsätzen und der persönlichen Kompetenz in Fragen der Verwaltung, Finanzen, Steuern und Recht vor allem Mitstreiter. Denn allein sind die vor der Gemeinde stehenden Aufgaben kaum zu bewältigen und Einzelentscheidungen sind auf demokratische Weise nur schlecht durchzusetzen.
Diese Überlegung und das Wissen, dass es in dieser finanziell armen Gemeinde eine nicht unbedeutende Zahl an engagierten Bürgern in allen Altersklassen gibt, denen das Wohl der Gemeinde am Herzen liegt, ließen den Entschluss reifen zu kandidieren.

Das Potential an engagierten Bürgern, ob in den Vereinen oder in den freiwilligen Feuerwehren, stellt für mich einen sehr wichtigen Entwicklungsfaktor dar, der mit Geld nicht aufzuwerten ist. Auch in Zeiten leerer Kassen sind sie uneigennützig tätig und haben aus meiner Sicht eine höhere Anerkennung verdient. Das Engagement der Kameraden der freiwilligen Feuerwehren und ebenso die Arbeit der gemeinnützigen Vereine sollte zu allen Zeiten und gerade in schlechten Zeiten von der Gemeinde jedwede mögliche Unterstützung erfahren.

Ich möchte, dass sich unsere Gemeindeverwaltung vorrangig als Dienstleistender gegenüber dem Bürger begreift. Der Gemeinderat hat, so meine ich, bereits bewiesen, dass seine Mitglieder meist das Gemeinwohl über persönliche oder Parteieninteressen stellt. Er könnte allerdings aus meiner Sicht noch effizienter arbeiten. Wichtig erscheint mir auch, dass jeder Bürger motiviert wird seine Ideen in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen.

Unsere ortsansässigen Gewerbetreibenden, insbesondere die kleineren, dürfen nicht nur als Steuerquelle oder potentielle Sponsoren betrachtet werden. Meines Erachtens muss Politik und Gewerbe nicht nur übereinander sondern mehr miteinander reden.

Ein weiteres Anliegen ist mir das Gemeinschaftsgefühl in allen Bereichen und über alle Ortsteilgemeinden hinaus zu verbessern. Mit dem Ziel ortsteiltypische Besonderheiten hervorzuheben, so dass sich letztlich alle Bürger der Großgemeinde damit identifizieren. Und nicht nur das ortsübergreifendes Gemeinschaftsgefühl ist damit gemeint auch generationenübergreifendes Gemeinschaftsgefühl soll sich weiter entwickeln.

Nicht unbeachtlich ist für mich die Integration der Neubürger in unserer Gemeinde. Fast jeder von ihnen hat wahrscheinlich mit der Entscheidung sich hier in unserer Gemeinde anzusiedeln, die innere Einstellung mitgebracht, sich in die neue Dorfgemeinschaft aktiv einzubringen. Ich bin hiervon überzeugt und möchte alle neu zugezogenen Bürger aufrufen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen und so unsere Gemeinde mitzugestalten.

Die Sanierung unseres Haushalts ist leider nur mittelfristig möglich und nur über die wirtschaftliche Stärkung der Kommune insgesamt. Das ist für mich die wichtigste Voraussetzung für längerfristige  Unabhängigkeit  der Großgemeinde Am Mellensee. Drei Hauptentwicklungsrichtungen sind hier m. E. zu verfolgen. Zum ersten Umsetzung des Ziels unseres Leitkonzeptes der verstärkten touristischen Entwicklung. Zweitens die Verbesserung der Attraktivität  als Wohnstandortes der Großgemeinde. Zum Dritten die Förderung und Unterstützung von Gewerbeansiedelungen.

Und nicht zu vergessen ist ein anderes sehr brisantes Thema, welches dem zukünftigen Bürgermeister ins Haus steht. Ich meine damit  bezahlbare Anschlussbeiträge, Umlagen und Gebühren.
Als Kandidat kann und darf sich keiner um eine Stellungnahme hierzu drücken. Der zukünftige Bürgermeister ist satzungsgemäß „geborenes“ Mitglied in der Verbandsversammlung des KMS und sollte hier die Mehrheitsmeinung seiner Bürger vertreten. Meine Erfahrung ist, dass die Interessen innerhalb der Verbandsversammlung eher eigensinnig geprägt sind und nicht immer solidarisch. Den Zielen der BI stehe ich offen gegenüber, was ich bereits öffentlich bekundet habe. Ich vertrete die Meinung, hier müssen völlig neue Wege beschritten werden und unter Umständen gegen starken Widerstand auch von außerhalb des KMS durchgesetzt werden.