Eigentlich wollen alle dasselbe

 

Sechs Bürgermeister-Kandidaten der Gemeinde AmMellensee stellten sich beim Podiumsgespräch vor


SPERENBERG Im Grunde genommen waren sich alle in fast allem einig. Die sechs Bürgermeister-Kandidaten der Gemeinde Am Mellensee, die sich am Montag im "Märkischen Hof" Sperenberg vorstellten, wollen eine bürgernahe Verwaltung, mehr Gewerbe ansiedeln, den Tourismus fördern, den Schuldenberg abbauen und keine Abstriche an den freiwilligen kommunalen Aufgaben mehr zulassen. Doch wen soll man nun am 7. Oktober wählen, fragte sich da so mancher Einwohner.
Moderator- Oliver Kochan (Rechtsanwalt)
Foto: hEIfEL


Etwa 150 Wähler füllten den Saal, auf dessen Bühne Erhard Bischert (Unabhängige Wählergemeinschaft), Frank Broshog (parteilos für die CDU), Dirk Hohlfeld (Die Linke), Uwe Krain (SPD) sowie die Einzelbewerber Maik Tscherwinka und Monika Unglaube Platz genommen hatten. Bertel Ferdinand (Einzelbewerber) nahm nicht teil. Die Veranstaltung – von Diskussion konnte man kaum sprechen – wurde geleitet von Oliver Kochan, Rechtsanwalt aus Rehagen.

Vielleicht lag es an den fehlenden Mikrofonen, vielleicht auch am großen Interesse der Zuhörer – während der drei Stunden ging es so diszipliniert und ruhig zu, dass ein zerschelltes Glas an der Theke wie ein Paukenschlag wirkte.

Gegensätzliche Meinungen gab es eigentlich nur zum künftigen Verwaltungssitz. Während Dirk Hohlfeld dringendere Probleme in der Gemeinde sieht, wollen die anderen Kandidaten eine rasche Entscheidung über den Standort des künftigen Rathauses und die Zeit der zwei Verwaltungssitze (Sperenberg und Klausdorf) beenden.

Akzente zum Aufhorchen setzte Frank Broshog, der Öffnungszeiten der Verwaltung auch samstags einführen würde und einen Unternehmerstammtisch plant.

Erhard Bischert kündigte an, sich im Zweckverband KMS für eine gerechtere Stimmaufteilung in der Verbandsversammlung einzusetzen, um so deren Entscheidungen besser beeinflussen zu können.

Uwe Krain will sich für einen kommunal betriebenen Solarpark auf dem Ex-Flugplatz stark machen und dafür, dass die Seen nicht privatisiert werden.

Maik Tscherwinka traut sich zu, Gewerbe in die Gemeinde Am Mellensee zu holen.

Monika Unglaube will die Ideen der Ehrenamtlichen stärker nutzen, um Am Mellensee noch attraktiver zu gestalten.

Die Bürger haben die Qual der Wahl. Falls es im ersten Anlauf nicht klappt, gibt es am 28. Oktober eine Stichwahl.
GUDRUN SCHNECK


Foto: hEIfEL

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11023072/61939

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Erhard Bischert (UWG) Dirk Hohlfeld (Die Linke) Maik Tscherwinka (Einzelbewerber) Frank Broshog (parteilos für die CDU) Monika Unglaube (Einzelbewerber) Uwe Krain (SPD) Moderator- Oliver Kochan (Rechtsanwalt)