Am Donnerstag dem 15. März 2007 hatten die Bürger der Gemeinde Am Mellensee Gelegenheit, ihren Unmut gegen die geplante Kanalisation in Klausdorf und Mellensee, die die KMS, Komplexsanierung mittlerer Süden erzwingen will, kund zu tun. Der Zweckverband will die Installation der Abwasserleitungen in die Dörfer ausschließlich nach seinen Vorstellungen installiert und alle Grundstückseigentümer zum Anschluss zwingen. |
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Es war in den Kummersdorfer Krug eingeladen worden und der Saal war gut belegt. Wobei zu bedenken gegeben werden muss, dass der Vorstand und die Mitarbeiter des Zweckverbandes weit über die Hälfte des Saales einnahmen, wobei den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung nur ein vergleichsweise beschnittener Raum blieb. Wohl die erste psychologische Maßnahme der geschulten Manager/innen, ihren Kritikern ihren Stellenwert aufzuzeigen.
Aus dem Grunde musste so manche/r Bürger/in stehend die Verhandlung zwischen den erbitterten Parteien verfolgen und außerdem eine schlechte Tonqualität der Argumentatoren des KMS, die mit allen Mitteln versuchten, ihren Standpunkt zu vertreten, hinnehemen. – Die KMS setzt gegenwärtig wenig demokratisch die Zentralisierung der Abwasserentsorgung durch ein Rohrnetz durch und lässt keine Kritik der Verbraucher aber auch keine Stellungnahmen und Ratschläge von unparteiischen Fachleuten zu. Der Zweckverband ist eine Organisation, die vom Land beauftragt wurde, die Trinkwasserversorgung für die Anlieger in den einzelnen Gemeinden zu regeln. Nun nimmt er auch die Abwasserentsorgung in die Hand, das aber nicht etwa, weil durch die Kanalisation die Grundstücke erschlossen werden sollen und auch nicht, um das Wasser des Mellensee zu verbessern, sondern, um auf diesem Wege die Grundstücksinhaber der Dörfer Mellensee und Klausdorf gehörig zur Kasse zu bitten, denn die KMS ist hoch verschuldet und will versuchen, sich auf diesem Weg teilzusanieren. Die Schulden des Zweckverbandes stammen zum großen Teil aus den neunziger Jahren und werden immer höher. Nun versucht der Verband, diesen Schuldenberg durch die neuen Baumaßnahmen zu reduzieren, indem er die Anlieger derart belastet, dass sehr viele unter der Schuldenlast aufgeben müssten. Sie müssten ihr Anwesen verkaufen, um die Kosten der Anschlußgebühren überhaupt bezahlen zu können. Das hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten, wobei zu bedenken ist, dass es zurzeit so gut wie gar keine Käufer für Immobilen gibt. Rechtens wäre es, den Anliegern die reinen Kosten für ein zukunftsorientiertes, umweltfreundliches, energiesparendes und kostengünstig zu erstellendes Abwassersystem anzurechnen. Die KMS darf mit dieser geplanten Baumaßnahme keineswegs die Absicht im Schilde führen, ihre alten Schulden begleichen zu wollen und gleichzeitig in die Zwangsmaßnahme zu geraten, neue Schulden machen zu müssen. Dazu ist die KMS nicht in der Lage und nicht willens. Die schon erfolgten Baumaßnahmen sind zum Teil veraltet, ein Rohrsystem kann nur wenige Jahre funktionieren und erfordert schon bald Reparaturen und Nachbesserungen. Die Kläranlagen, in die die Abwässer fließen sollen, sind teilweise kaputt und halten der heutigen Belastung schon nicht mehr stand. Sie würden total überfordert, wenn weitere Haushalte ans Netz kommen. Darum müssen die Abwässer über sehr weite Wege zu noch funktionierende Kläranlagen transportiert werden. – In der jüngsten Vergangenheit wurden bereits Rohrleitungen verlegt, die einer teuren Fehlplanung entsprangen. Das Rohrsystem liegt ungenutzt in der Erde und ist heute nicht mehr brauchbar, das gaben Mitarbeiter der KMS unumwunden zu. Der „Zwangsverband“ beabsichtigt, einige Grundstückseigentümer der Gemeinde in den finanziellen Ruin zu treiben, auch um seinen 21 Bediensteten bei guter Entlohnung den Lebensunterhalt zu sichern. Leider haben die Beschäftigten in der Vergangenheit nicht beweisen können, der Allgemeinheit positiv zu dienen, wozu sie vom Landtag Brandenburgs beauftragt wurden. Die KMS ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und muss ausschließlich auf die Belange der Bürger eingehen, unter der Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit, der Energieeinsparung und der Kosteneinsparung der Bürger. Die KMS kann sich nicht ausschließlich um die Reduzierung ihrer Schulden bemühen. Es gibt die Möglichkeit, diesen Zweckverband, der nicht, wie auch Gemeinden, in Insolvenz gehen kann, aufzulösen und einen neuen Verband, der das Vertrauen der Bürger verdient, einzusetzen. Wie viele Beamte, Politiker und Bedienstete der öffentlichen Hand, vergessen auch die Mitarbeiter der KMS, dass sie von uns, von den Steuerzahlern oder Beitragszahlern ihre Gehälter bekommen. Sie haben nicht begriffen, dass sie die „Diener des Volkes“ sind und verkennen ihren Stellenwert. Hinzu kommt, dass Gemeinden unter 2000 Anwohner nicht an das „zentrale Abwassernetz“ angeschlossen werden brauen. Da weder der Ort Mellensee noch Klausdorf so viele Einwohner hat, wurden kurzerhand diese beiden Orte für dieses Anliegen zusammengeschlossen, um der Geldschneiderei unterworfen werden zu können. Wer einen Hund prügeln will, findet immer einen Knüppel. Der Vorstand der KMS findet so viele Ausreden und Querverbindungen, dass man die gesamte Argumentation, die er zu Tage brachte, als Volksverdummung auffassen muss. Die Jahre des „VEB“ sind vorbei, man sollte keinen Tag länger warten, um sich zu wehren, denn zu dem Mammutbau des Jahrhunderts, das die KMS realisieren will, gibt es Alternativen. Informieren Sie sich unter Bürgerinitiative Mellensee und nehmen Sie an den angebotenen Treffen und Sitzungen teil, um sich zu informieren. Sie als Bürger und Betroffene müssen die kaufmännische und fachliche Unkenntnis des KMS nicht hinnehmen und Sie müssen über deren Unfähigkeiten und Alternativen informiert sein, schon allein für Ihre Zukunft und die Ihrer Kinder.Maren Ohlsen |
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