Trödelmarkt & Biergarten   Am Mellensee

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Das "Cafe Angela" macht den Mittelpunkt Mellensees zur Attraktion


11.04.2006 Das "Cafe Angela" am Mellenseer Dorfanger ist seit Jahren zur besten Adresse der Dorfmitte geworden. Einheimische wie Gäste des Ortes gehen zu "Angela", wenn sie sich etwas Gutes gönnen wollen, das ist sowieso klar.

Doch seit einem Jahr tut sich mehr in Haus und Hof "Angela". Hinter dem alteingesessenen Eis-Cafe und am Hoftor hört die ohnehin sehr lobenswerte Gastlichkeit noch lange nicht auf. Wer sein Augenmerk auf dem Mittelpunkt Mellensees lenkt, findet vor dem Eis-Cafe kaum jemals einen Parkplatz. Das Problem beginnt schon im jüngsten Frühling und zieht sich durch das ganze Jahr fast bis Weihnachten. Und das hat seinen guten Grund:
Zum einen ist das "Cafe Angela" eines der beliebtesten Gaststätten im weiten Umkreis und längst schon bis weit über die Grenzen des Fläming hinaus bekannt. Diese Beliebtheit kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern von der kompetenten, aufmerksamen und liebevollen Bedienung, die mühelos und wie im Handumdrehen nur das Beste seiner Art auf den Tisch bringt. Das Angebot zu testen, lohnt sich allemal.
Zum zweiten hat "Angela" Glück, nicht nur, dass sich ihr Geschäft in zentraler Mitte und an der Haupstrasse des Ortes befindet, sondern dass es darüber hinaus in einem der schönsten Häuser des Dorfes untergebracht ist. Hier kann der Gast es sich auch in einem idyllisch gelegenen Vorgarten so richtig gemütlich machen und das Dorftreiben "vor der Tür" in aller Ruhe beobachten.
Das Parkplatzproblem wurde ebenfalls bestens gelöst, denn wie schon gesagt, hört hier das Reich der Gastlichkeit am Hoftor noch lange nicht auf. Wer sein Gefährt welcher Art auch immer durch die Toreinfahrt lenkt, befindet sich augenblicklich in einer anderen, der Wirklichkeit ziemlich entrückten Welt. Hinter der großen Scheune muss der Gast seine Empfindungen zunächst einmal neu ordnen, denn urplötzlich ragen halbe Menschen aus dem Märkischen Sand. Nein, nicht mit dem Kopf nach oben, das wäre ja einfach; man sieht das langbeiniger Unterteil des Homo sapiens in den meist blauen Himmel ragen.
Was, das glauben Sie nicht? Na, dann los und nachsehen!
Denn außer einem täglichen ungeheuer interessanten Scheunentrödelmarkt gibt es hinter dem "märchenhaften Biergarten" jeden Sonnabend einen grandiosen Trödelmarkt mit ungefähr dreißig Ausstellern, der seines gleichen selbst in Berlin suchen müsste. Schon wieder übertrieben, denkt der Leser? Er kann den Gegenbeweis antreten. Topp, die Wette gilt! Wobei in Betracht gezogen werden muss, dass keine gewerblichen Händler vor Ort sind und der Spaß des Handelns oft die Umsätze übertrifft.
Der Biergarten im idyllischen und strassenlärmfreien Umfeld wird beherrscht von der Hausziege Lily, die von morgens bis abends ruhig und geduldig den Ablauf auf dem Gelände beäugt. Auch die Kuh Amalie fehlt nicht, wobei sicher ist, dass die Sahne für den Kaffee nicht von ihr stammt.
Wer nach dem gepflegten Bier endlich alle spannenden Abenteuer überstanden zu haben glaubt, hat sich gründlich geirrt. In der gossen Scheune geht das Schauspiel weiter. Allein Petra Darm sorgt hier für Aufmerksamkeit, die viele Kuriositäten aus eigener Bastelstube, aber auch Kunstwerke, hergestellt von ihrem Gatten, präsentiert. Was dem Ehepaar so alles eingefallen ist, da bleibt einem glatt die Sprache weg, das muss man gesehen haben.
Ich gestehe ein, die ungewöhnliche Welt des "Cafe Angela", an der der "Ralf" ungeheuer mitgewirkt hat, in einem vorgesehenen kleinen Text zu beschreiben, das gelingt mir keineswegs. Bleibt mir für heute nur noch, den Aufbau des schon einmal im vergangenen Herbst in Erscheinung getretenen asiatischen Jurtezeltes am Montag dem 1. Mai anzukündigen. Es soll für weitere Attraktionen in Mellensee sorgen und den Besucher die Region um den herrlichen Mellensee herum noch interessanter werden lassen. Genaueres darüber berichten wir in Kürze.

Maren Ohlsen

 

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