Sie hatten sich einen ganz
besonderen Platz für diese romantische Veranstaltung ausgesucht und
wollten in unmittelbarer Nähe zum blau glitzernden See und neben
dem aus historischen Klausdorfer Ziegeln errichteten Backhaus, der zur
stolzen Attraktion des geschichtlich interessanten Sperenberg´s
geworden ist, die Besucher mit ihren Angeboten begeistern.
Natürlich wurde der Weihnachtsmarkt zu einer runden Sache, denn wo
wird den Besuchern frisches Brot aus einem nach alter Art und Weise betriebenen
Backofen mitten auf dem Dorfanger geboten? Weit und breit nur in Sperenberg.
Immer bei besonderen Anlässen heizen Bäckermeister Kirchner
und sein Team den Ofen an. Schon zwei Tage vor der Veranstaltung wird
das Backhaus ordentlich durchgeheizt, um am Backtag richtig temperiert
zu sein, denn dann geht es rund. Weit über 300 nach altem Rezept
gebackene Brote sind das Endresultat der Arbeit. Wenn der Backofen danach
langsam abkühlt, bietet er immer noch gerade genug Hitze, um noch
einige Pflaumenkuchen gar zu bekommen.
In dem gleich daneben stehenden, im selben Stil errichteten Verkaufshaus
versuchen die Verkäuferinnen, die, wie das gesamte Team, ehrenamtlich
tätig sind, dem Ansturm der hungrigen Mäuler gerecht zu werden.
Frisches Brot aus dem Dorfsbackhaus gibt es nur zu besonderen Anlässe
wie Ostern, Pfingsten..., und nun, eben zu Weihnachten.
Die Backwaren finden dann auch reißenden Absatz und der Erlös
fließt in die Kasse des Sperenberger Heimatvereines.
Unter der Leitung von Wolfgang Trebehs, der auch in diesem Jahr wieder
einen Heimatkalender heraus gab, erfreut sich der Verein großem
Zuspruch. Die Errichtung des Sperenberger Backhauses, das erst vor kurzem
fertig gestellt wurde, war dann auch die Glanzleistung des Zusammenschlusses.
Alle Sperenberger Gewerbetreibende beteiligen sich auch an der Durchführung
oder Finanzierung der Bauarbeiten. Allen voran nahmen der Bauunternehmer
Manfred Kitzig und Klaus Welke die Angelegenheit in die Hände und
setzten den Bauplan des Architekten Matthias Reckers in die Realität
um.
Den vielen ehrenamtlichen Helfern ist es zu verdanken, dass Fischer Kalle
König in diesem einmaligen Ambiente seine Fischsuppe anbieten, „Paule“
den Durst der Besucher löschen und die Kunsthandwerker und Vereine
ihre Angebote zeigen konnten. Leider wurde das schöne Bild in der
unschuldigen Landschaft etwas getrübt durch einen professionellen
„Fliegenden Händler“ vom Fischmarkt, der sich vom Sparmarkt-Parkplatz
auf den Dorfanger verirrt hatte.
Maren Ohlsen