Backtag zu Weihnachten in Sperenberg  Am Mellensee

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10.12.2005 Bei strahlendem Sonnenschein bauten die Aussteller und Veranstalter des Sperenberger Weihnachtsmarktes am 3. Adventssonnabend ihre Stände auf.


Sie hatten sich einen ganz besonderen Platz für diese romantische Veranstaltung ausgesucht und wollten in unmittelbarer Nähe zum blau glitzernden See und neben dem aus historischen Klausdorfer Ziegeln errichteten Backhaus, der zur stolzen Attraktion des geschichtlich interessanten Sperenberg´s geworden ist, die Besucher mit ihren Angeboten begeistern.
Natürlich wurde der Weihnachtsmarkt zu einer runden Sache, denn wo wird den Besuchern frisches Brot aus einem nach alter Art und Weise betriebenen Backofen mitten auf dem Dorfanger geboten? Weit und breit nur in Sperenberg.
Immer bei besonderen Anlässen heizen Bäckermeister Kirchner und sein Team den Ofen an. Schon zwei Tage vor der Veranstaltung wird das Backhaus ordentlich durchgeheizt, um am Backtag richtig temperiert zu sein, denn dann geht es rund. Weit über 300 nach altem Rezept gebackene Brote sind das Endresultat der Arbeit. Wenn der Backofen danach langsam abkühlt, bietet er immer noch gerade genug Hitze, um noch einige Pflaumenkuchen gar zu bekommen.
In dem gleich daneben stehenden, im selben Stil errichteten Verkaufshaus versuchen die Verkäuferinnen, die, wie das gesamte Team, ehrenamtlich tätig sind, dem Ansturm der hungrigen Mäuler gerecht zu werden. Frisches Brot aus dem Dorfsbackhaus gibt es nur zu besonderen Anlässe wie Ostern, Pfingsten..., und nun, eben zu Weihnachten.
Die Backwaren finden dann auch reißenden Absatz und der Erlös fließt in die Kasse des Sperenberger Heimatvereines.
Unter der Leitung von Wolfgang Trebehs, der auch in diesem Jahr wieder einen Heimatkalender heraus gab, erfreut sich der Verein großem Zuspruch. Die Errichtung des Sperenberger Backhauses, das erst vor kurzem fertig gestellt wurde, war dann auch die Glanzleistung des Zusammenschlusses. Alle Sperenberger Gewerbetreibende beteiligen sich auch an der Durchführung oder Finanzierung der Bauarbeiten. Allen voran nahmen der Bauunternehmer Manfred Kitzig und Klaus Welke die Angelegenheit in die Hände und setzten den Bauplan des Architekten Matthias Reckers in die Realität um.
Den vielen ehrenamtlichen Helfern ist es zu verdanken, dass Fischer Kalle König in diesem einmaligen Ambiente seine Fischsuppe anbieten, „Paule“ den Durst der Besucher löschen und die Kunsthandwerker und Vereine ihre Angebote zeigen konnten. Leider wurde das schöne Bild in der unschuldigen Landschaft etwas getrübt durch einen professionellen „Fliegenden Händler“ vom Fischmarkt, der sich vom Sparmarkt-Parkplatz auf den Dorfanger verirrt hatte.

Maren Ohlsen


 

Am Mellensee