Zum Auftakt der
farbenprächtigen Veranstaltung zogen die mitwirkenden Gruppen und Akteure
in einem langen, von Konfettiböllerschüssen begleiteten Zug in
den gut besetzten Saal ein. Nachdem das amtierende Prinzenpaar, Nicole die
I. und Micha der III. die Gesetzmäßigkeiten verlesen hatten,
rüttelte die Funkengarde die Gäste aus ihrem Alltagstrott auf
und begann, alle Anwesenden so richtig in Narrenstimmung zu versetzen.
Hoch oben, in gebührenden Abstand zu dem „gemeinen Volk, thronte
die Regierung und hatte alle Narren im Blick. Zeremonienmeister Torsten
Reetz waltete seines Amtes und stellte die gesamte Regierung von. Es war
ihm eine besondere Freude, auch eine Abordnung aus Dabendorf begrüßen
zu können und vor allem die Technik, ohne die dieser Abend bei weitem
nicht so erleuchtend gewesen wäre.
Als Ortsbürgermeister Bernd Kosensky dem Prinzenpaar die obligatorischen
Schlüssel übergeben und seiner Gemeinde eine tolle Karnevalszeit
gewünscht hatte, begannen die Bretter des Saales zu beben.
Die Kindertanzgruppe des Klausdorfer Karnevalsvereines unter der Leitung
von Jutta Hensel verzauberte das Publikum mit ihrem Cowboy- beziehungsweise
Cowgirl-Tanzes. Verzückt und völlig von ihrer ehrenvollen Aufgabe
hingerissen, drehten sich die jungen Tänzerinnen und Tänzer im
bunten Rampenlicht. Man muss es der Tanzgruppenleiterin hoch anerkennen,
dass sie mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen diese jungen
Menschen ein gutes Gefühl für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Selbstbewußtsein
mit auf den Lebensweg gibt.
Auch die Büttenrednerin Theresa bewies, dass sie, obwohl noch am Anfang
ihrer großen Karriere, den Mund auf dem rechten Fleck hat. Wer schon
in so jungen Jahren so frei reden kann, der kommt entweder ganz groß
raus oder eines Tages in die Politik.
De längst bis weit über die Grenzen hinaus bekannten „Gipsis“
begeisterten, zusammen mit den „Jive Bunny“, wieder einmal das
Publikum. In farbenprächtiger Garderobe Tanzten sie federleicht wie
die Elfen über das Parkett. Ohne die Gipsis und die „Bad Boys“
wären die Veranstaltungen rund um den Mellensee arm.
Der Minister für Gesang, Armin, war der Solist des Abends, was ihm
auch gut zu Gesichtstand. Er sorgte für das rechte Quantum, um die
Gäste in die richtige Karnevalsstimmung zu versetze. Da wurde geschunkelt
und die Polonäse getanzt, dass keine Stuhl besetzt blieb. Losgelöst
von allen Alltagssorgen gab sich das Publikum dem Frohsinn hin. Ach, könnte
doch immer Karneval sein.-
Als die Bad Boys, „Die Zehn“, ihren Auftritt hatten, bebte
der Saal und schwirrte die Luft. Nicht selten machten sie den Akrobaten
im Zirkus Konkurrenz und dem Zuschauer verschlug es den Atem, dass die
Jungs, die da durch den Saal wirbelten, immer wieder unverletzt auf ihren
Beinen zu Stehen kamen. Das war Spitze!
„Als dann „Die Süße“ von Klausdorf, Jeannette,
in die Bütt kam und ihrem Publikum in kindlich naiver Art Tips und
Ratschläge in Sachen pubertärem Verhalten und Sex gab, wurden
die Lachmuskeln aller Anwesenden auf das höchste Maß beansprucht.
Der Höhepunkt des abends aber war das Gastspiel von „ABBA“.
Wer hätte das gedacht, dass die Gruppe eigens für den Klausdorfer
Karneval wieder zusammen auf die Bühne klettert. In einem wahren Augenschmaus
konnte mandie Gruppe der „Siebziger“ in trauter Einheit bewundern.
Als dann klar wurde, dass die Schweden nur ihre Doubels gesandt hatten,
wollten das viele Zuschauer nach so einem perfektem Auftritt kaum glauben,
dass Lucille, Anika, Stefan und Andreas in den ABBA-Kostümen steckten.
Die Funkengarde kam noch einmal zu „Kampfeinsatz“ und das Männerbalett
der Klausdorfer Krankenschwestern hätte fast vor lauter Tollheit und
Tanzwut seine Pflicht vergessen und eine Kranke unbehandelt ihrem Schicksal
überlassen. Das ging gerade noch einmal gut und verlange eine Zugabe.
Nach dem großen Finale, kurz nach 22.00 Uhr, bei dem alle Künstler
noch einmal das Ballparkett betraten, hielt es die Gäste der Veranstaltung
nicht mehr auf ihren Plätzen und es wurde bis in die tiefe Nacht hinein
getanzt und geschwoft, wie es sich für eine zünftge Dorfveranstaltung
gehört.
Die Karnevalsveranstaltung des CKV Klausdorf, die am Sonnabend dem 19.
Nov. ab 19.30 Uhr wiederholt wird, wurde gesponsort durch die Familie
Löffler,
Firma BEVG Kummersdorf-Alexanderdorf, Firma Reifen-Klein, Zossen und
dem Cafe Loedz, Neuhof.
Im Februar setzt der CKV Klausdorf der Karnevalszeit 2005 / 2006 die
Krone auf. Die geplante Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Wer den Karneval In Klausdorf verpaßt, hat selbst Schuld, es lohnt sich, hinzugehen,
auch um den Organisatoren und Veranstaltern dadurch unsere Solidarität
zu zeigen. Seit Menschengedenken gehören, nach getaner Arbeit, die
Festlichkeiten zum Leben wie das Salz auf dem Brot. Ohne die bunten Veranstaltungen,
die sich durch das Jahr ziehen, wäre unser Leben trostlos und öde.
Wo blieben wir, wenn wir niemanden mehr hätten, der sie organisiert
und mit interessanten und lustigen Leben füllt?
Maren Ohlsen