CKV eröffnete am die Karnevalssaison 2005  Am Mellensee

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12.11.2005 Mit einer großen Karnevalsrevue in der Gaststätte und Pension „Zur Heimat“ begann am vergangenen Samstag die Narrenzeit am Mellensee.


Zum Auftakt der farbenprächtigen Veranstaltung zogen die mitwirkenden Gruppen und Akteure in einem langen, von Konfettiböllerschüssen begleiteten Zug in den gut besetzten Saal ein. Nachdem das amtierende Prinzenpaar, Nicole die I. und Micha der III. die Gesetzmäßigkeiten verlesen hatten, rüttelte die Funkengarde die Gäste aus ihrem Alltagstrott auf und begann, alle Anwesenden so richtig in Narrenstimmung zu versetzen.
Hoch oben, in gebührenden Abstand zu dem „gemeinen Volk, thronte die Regierung und hatte alle Narren im Blick. Zeremonienmeister Torsten Reetz waltete seines Amtes und stellte die gesamte Regierung von. Es war ihm eine besondere Freude, auch eine Abordnung aus Dabendorf begrüßen zu können und vor allem die Technik, ohne die dieser Abend bei weitem nicht so erleuchtend gewesen wäre.
Als Ortsbürgermeister Bernd Kosensky dem Prinzenpaar die obligatorischen Schlüssel übergeben und seiner Gemeinde eine tolle Karnevalszeit gewünscht hatte, begannen die Bretter des Saales zu beben.
Die Kindertanzgruppe des Klausdorfer Karnevalsvereines unter der Leitung von Jutta Hensel verzauberte das Publikum mit ihrem Cowboy- beziehungsweise Cowgirl-Tanzes. Verzückt und völlig von ihrer ehrenvollen Aufgabe hingerissen, drehten sich die jungen Tänzerinnen und Tänzer im bunten Rampenlicht. Man muss es der Tanzgruppenleiterin hoch anerkennen, dass sie mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen diese jungen Menschen ein gutes Gefühl für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Selbstbewußtsein mit auf den Lebensweg gibt.
Auch die Büttenrednerin Theresa bewies, dass sie, obwohl noch am Anfang ihrer großen Karriere, den Mund auf dem rechten Fleck hat. Wer schon in so jungen Jahren so frei reden kann, der kommt entweder ganz groß raus oder eines Tages in die Politik.
De längst bis weit über die Grenzen hinaus bekannten „Gipsis“ begeisterten, zusammen mit den „Jive Bunny“, wieder einmal das Publikum. In farbenprächtiger Garderobe Tanzten sie federleicht wie die Elfen über das Parkett. Ohne die Gipsis und die „Bad Boys“ wären die Veranstaltungen rund um den Mellensee arm.
Der Minister für Gesang, Armin, war der Solist des Abends, was ihm auch gut zu Gesichtstand. Er sorgte für das rechte Quantum, um die Gäste in die richtige Karnevalsstimmung zu versetze. Da wurde geschunkelt und die Polonäse getanzt, dass keine Stuhl besetzt blieb. Losgelöst von allen Alltagssorgen gab sich das Publikum dem Frohsinn hin. Ach, könnte doch immer Karneval sein.-
Als die Bad Boys, „Die Zehn“, ihren Auftritt hatten, bebte der Saal und schwirrte die Luft. Nicht selten machten sie den Akrobaten im Zirkus Konkurrenz und dem Zuschauer verschlug es den Atem, dass die Jungs, die da durch den Saal wirbelten, immer wieder unverletzt auf ihren Beinen zu Stehen kamen. Das war Spitze!
„Als dann „Die Süße“ von Klausdorf, Jeannette, in die Bütt kam und ihrem Publikum in kindlich naiver Art Tips und Ratschläge in Sachen pubertärem Verhalten und Sex gab, wurden die Lachmuskeln aller Anwesenden auf das höchste Maß beansprucht.
Der Höhepunkt des abends aber war das Gastspiel von „ABBA“. Wer hätte das gedacht, dass die Gruppe eigens für den Klausdorfer Karneval wieder zusammen auf die Bühne klettert. In einem wahren Augenschmaus konnte mandie Gruppe der „Siebziger“ in trauter Einheit bewundern. Als dann klar wurde, dass die Schweden nur ihre Doubels gesandt hatten, wollten das viele Zuschauer nach so einem perfektem Auftritt kaum glauben, dass Lucille, Anika, Stefan und Andreas in den ABBA-Kostümen steckten.
Die Funkengarde kam noch einmal zu „Kampfeinsatz“ und das Männerbalett der Klausdorfer Krankenschwestern hätte fast vor lauter Tollheit und Tanzwut seine Pflicht vergessen und eine Kranke unbehandelt ihrem Schicksal überlassen. Das ging gerade noch einmal gut und verlange eine Zugabe.
Nach dem großen Finale, kurz nach 22.00 Uhr, bei dem alle Künstler noch einmal das Ballparkett betraten, hielt es die Gäste der Veranstaltung nicht mehr auf ihren Plätzen und es wurde bis in die tiefe Nacht hinein getanzt und geschwoft, wie es sich für eine zünftge Dorfveranstaltung gehört.
Die Karnevalsveranstaltung des CKV Klausdorf, die am Sonnabend dem 19. Nov. ab 19.30 Uhr wiederholt wird, wurde gesponsort durch die Familie Löffler, Firma BEVG Kummersdorf-Alexanderdorf, Firma Reifen-Klein, Zossen und dem Cafe Loedz, Neuhof.
Im Februar setzt der CKV Klausdorf der Karnevalszeit 2005 / 2006 die Krone auf. Die geplante Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wer den Karneval In Klausdorf verpaßt, hat selbst Schuld, es lohnt sich, hinzugehen, auch um den Organisatoren und Veranstaltern dadurch unsere Solidarität zu zeigen. Seit Menschengedenken gehören, nach getaner Arbeit, die Festlichkeiten zum Leben wie das Salz auf dem Brot. Ohne die bunten Veranstaltungen, die sich durch das Jahr ziehen, wäre unser Leben trostlos und öde. Wo blieben wir, wenn wir niemanden mehr hätten, der sie organisiert und mit interessanten und lustigen Leben füllt?

Maren Ohlsen

 

Am Mellensee